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Wem steht das Preisgeld zu?

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Das OLG Hamm (21 U 133/10) bestätigt, was in der Pferdewelt schon lange vermutet wurde: Das Preisgeld steht nicht dem Reiter sondern dem Pferd (und somit stellvertretend dessen Eigentümer) zu.

In dem zur Überprüfung stehenden Fall klagte der Züchter eines Springpferdes, den der erkennende Senat auch als Eigentümer wähnte, gegen den Berufsreiter und Beklagten auf Herausgabe von Preisgeldern i.H.v. 31.500,-, die dieser mit dem Pferd erritten hatte. Absprachegemäß hatte der Reiter das Pferd auf internationalen Turnieren vorgestellt, da er in Erwägung zog, das Tier zu erwerben. Zum Kauf kam es dann jedoch letztlich nicht, und der Züchter verlangte vom Reiter das Preisgeld heraus. Der Reiter war der Ansicht, dass dieses Preisgeld ihm zustünde. Zumindest aber habe er durch seinen Beritt und die erlangten Turniererfolge den Wert des Pferdes so gesteigert, dass ihm ein Ersatzanspruch gegenüber dem Züchter zustünde, mit dem er gegenüber der Forderung auf Herausgabe des Preisgeldes aufrechnen könne.

Der Senat bestätigte das Urteil des Landgerichts, welches dem Züchter einen Anspruch auf Zahlung des gesamten Preisgeldes zugesprochen hatte. Gemäß Art. 128 FEI, § 24 LPO sowie der seit Jahrzehnten übliche Praxis im Reitsport stünde das Preisgeld nicht dem Reiter zu, sondern dem Eigentümer des Pferdes, solange zwischen beiden nichts anderes vereinbart sei. Auch der Argumentation des Reiters auf Abschöpfung der Wertsteigerung des Pferdes folgte der Senat nicht. Eine Rechtsgrundlage hierfür könne allenfalls in einer ungerechtfertigten Bereicherung des Eigentümers liegen; dies sei jedoch vorliegend nicht erkennbar, da nach der Ansicht des Senats die Wertsteigerung des Pferdes gerechter Weise dem Eigentümer gebühre.

Dem Reiter der es für angemessen hält, dass das von ihm errittene Preisgeld auch bei ihm verbleibt und nicht dem Eigentümer des Pferdes zufließt ist also zu raten, eine solche Regelung ausdrücklich und nachweisbar vorab mit dem Eigentümer des Pferdes treffen.

Markiert in: Turniersport
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Gast Montag, 16 September 2019
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