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Britta Tornow

Rechtsanwältin

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Schlafende Hunde beißen nicht

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Das OLG Hamm (19 U 96/12) hielt eine Entscheidung des LG Hagen, in welchem dieses den Halter eines Schäferhundes u. a. zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt hat.

Dem Hund, bzw. dessen Halter, wurde zum Vorwurf gemacht, dass ein Kunde des letzteren über ersteren stolperte:

Das Tier hatte sich „frei und von selbst in den einzigen Zugang des Ladens begeben und schlafen gelegt, wobei er diese für den eröffneten Publikumsverkehr neuralgische Stelle aufgrund der Größenverhältnisse so gut wie versperrte“.

Der erkennende Senat sah hierin eine zu den Rechtsfolgen der Tierhalterhaftung des § 833 BGB führende Realisierung der tierimmanenten Gefahr des Schäferhundes. Eine solche typische, dem Hund anhaftenden Gefahr sei unter anderem, dass er sich „ohne Rücksicht auf den Verkehr in den Verkehrsraum begeben hat und dort ruht. Ein solch unbekümmertes Verhalten entspricht der tierischen Natur“.

Dass sich dieses beschriebene Verhalten schwerpunktmäßig bei Tieren findet, halte ich für eine Mär. Tatsächlich gibt es Menschen in meinem Bekanntenkreis die der Ansicht sind, dass mit gleichem Recht eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung für Frauen hinterm Steuer eingeführt werden könnte. Das überzeugt mich allerdings auch nicht restlos.

Markiert in: Tierhalterhaftung
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Gast Dienstag, 20 August 2019
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